mushouyagi

Logbuch des Experiments, das wir LEBEN nennen.

Keine Neuigkeit: 21.12.2012 nicht das Ende der Welt

Nun da es nur noch einige Wochen bis zur Wintersonnenwende sind, wird es Zeit noch einmal klarzustellen, dass der 21.12.2012 nicht der von den Maya prophezeite Untergang der Welt ist – was aber nichts daran ändert, dass wir in turbulenten Zeiten leben und ein grundlegender Paradigmenwechsel dringend nötig ist – und auch herbeigesehnt wird.

Ich bin mir zwar gerade nicht mehr im Klaren darüber, wer eigentlich genau mit dem „2012 = Weltuntergang“-Mem angefangen hat, aber wie schon 2009 von Patrick D’Steccanella und mir vorhergesagt, hat die Sache mittlerweile so weite Kreise gezogen, dass in diesen Tagen kaum mehr jemand umhin kommt, in seiner Einladung zur Silvesterparty so etwas wie „…falls die Welt nicht untergegangen sein sollte…“ zu schreiben oder in Gesprächen zur sonstigen Terminplanung mit meist zynischem Unterton auf eben jenes hinzuweisen.

Das beweist vor allem eines: die unglaubliche Kraft, welche Meme zu gesellschaftlichen Narativen werden lassen kann, wenn dort ein Vakuum an Sinnhaftigkeit herrscht. Offensichtlich sind wir in Anbetracht von kollektivem bzw. sozialem Identitätsverlust in eine Phase der starken Sehnsucht nach Wandel und Sinnstiftung eingetreten. Wir hungern nach einem radikalen Umbruch, der, möglichst durch eine unnatürliche Übermacht initiiert, einen Neuanfang verspricht.

Sei es die Zombie-Apokalypse, die Alien-Invasion oder eben der von alten Völkern prophezeite Weltuntergang. All diese zuvor eher Untergrund- / Verschwörungs- / Nerd-Meme haben es in den letzten Jahren in den Mainstream geschafft, wie etliche Boxoffice-Rockets, Fernsehserien und Publikationen in Buch-, Magazin- und Tagespresseform zeigen.

Den Hintergrund kurz noch einmal aufgerollt:
Das Kalendersystem der Maya besteht auf mehreren Zählungen, die ineinander greifen. Die längste dieser Zählungen geht von 13 sogenannten B’aktun aus. (Auch wenn sich die Wikipedia-Autoren mittlerweile darauf geeinigt zu haben scheinen, dass der Neustart nicht nach 13, sondern nach 20 Baktun erfolgt, was aber m.E. nicht evident ist.) Dem Mythos der Maya zufolge, fand eben zu einem 13.0.0.0.0 eine Schöpfung der Welt statt, was Spekulationen Vorschub leistet, dass bei der „Jährung“ dieses Datums eine Neuschöpfung statt findet.

Referenzen auf dieses markante Datum wurden einige wenige entdeckt, aber Keine die, der Aufwändigen Entschlüsselung und Interpretation der Forscher zufolge, auf einen Weltuntergang hinweist.
Sehr interessant ist dazu der Artikel „Maya Scholar Deciphers Meaning of Newly Discovered Monument That Refers to 2012“ von Paola Bueche, der (im Juni d.J.) die neuesten Entdeckungen und Arbeiten von David Stuart bespricht und in dem eine schöne Slideshow mit Bildern eingebettet ist.

„A publishing and entertainment empire has arisen around the supposed Mayan “end date” of December 21, 2012. But a second reference to the date, discovered only recently in Guatemala by a team including UT’s David Stuart, further debunks the theory that the Maya expected the world to end.“

Auch wenn damit für Viele die ganze Sache als komplett hinfällig gelten mag, will ich trotzdem daran festhalten das Datum und seine Bedeutung, wie es dem Artikel zufolge wohl auch die Maya taten, als Metapher zu verwenden, für das, was ich eingangs schon beschrieben habe und was einige Experten als die Ära 2012 bezeichnen – eine Zeit des großen Wandels.

Im Sinne meiner spirituellen Grundhaltung bezieht sich für mich dieser Wandel natürlich, wie schon einige Mal ausgeführt, auf einen Wandel des Bewusstseins, der uns im nicht-physischen Sinne auf eine andere Ebene des Bewusstseins bringt. Ob das nun auf physischer Ebene in einer Schärfung der Sinne bzw. der Wahrnehmung, einer höheren Kapazitätsnutzung des Gehirns oder einer neuronalen Umstrukturierung seinen Ausdruck finden mag, kann ich nicht beurteilen.

Letztlich spielt das aber auch keine Rolle, denn es wird, so meine Hoffnung, zu einem völlig veränderten Umgang der Menschen miteinandern und mit der von uns erlebten Welt führen. Wann dieser „shift of consciousness“ wirklich kommt, ist dann irgendwie auch egal. Man kann einen solchen Wandel sowieso nicht erzwingen, sondern er muss sich durch Erreichen einer kritischen Masse quasi „natürlich“ ereignen.

Dass sich diese Masse aber formiert und nicht mehr weit entfernt von einem Durchbruch ist, zeigt sich für mich jeden Tag wieder, wenn ich die beobachte, welche Gedanken sich viele mittlerweile über sich und die Welt machen und wie sie beginnen Positives auszustrahlen und damit auf andere zu wirken, sei es einzeln oder kollektiv.

Ich selbst befinde mich gerade in einer Art Warteschleife, da ich diese Themen schon seit einigen Jahren bearbeite und mich längst bereit sehe, in eine neue Zeit einzutreten.
Und vielleicht ist mir das Glück hold und um den Wechsel dieses Jahres herum steigt, der Legende der Maya folgend, der große Schöpfer wieder aus der Unterwelt auf, in der er gefangen gehalten wurde, und besteigt den Thron der Welt, indem er den machtgierigen, hinterhältigen, bösen Gott besiegt und aus dem Diesseits verbannt – for the sake of us all.

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