mushouyagi

Logbuch des Experiments, das wir LEBEN nennen.

Neuer Track ist fertig

Ein Sommernachtstraum

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Kerniger Sonnnensturm vom Flecken AR1520

Im Zuge des 2012-Sonnenaktivitätsmaximum hat in der letzten Stunde ein ganz ordentlicher Sonnensturm (Klasse X1.4) vom Sonnenflecken AR1520 die Erde erreicht. Das Maximum der Einwirkung wird für ca. 18 Uhr unserer Zeit erwartet. Detaillierte Messwerte, Vorhersagen und Informationen finden sich unter http://spaceweather.com/.

Aus meiner Sicht ist es jedoch weniger, der physisch-technische Impact vor dem in den Medien häufig „gewarnt!“ wird (Beeinträchtigung von Mobilfunk, Satelliten, etc.), der uns beschäftigen sollte, sondern der bioorganische und psychische Faktor, der bei solchen Ereignissen eine große Rolle spielt.
Der Einfluss von solchen Hochenergieereignissen auf unser Gehirn, unseren Körper und unser Bewusstsein ist meiner Beobachtung nach, recht deutlich bei den Menschen sicht- und spürbar. Häufig treten besonders bei sensiblen Personen Gemütsschwankungen, Verstimmungen, Verkrampfungen (z.B. Migräne) und Biorhythmusstörungen im erweiterten Maße auf.

Die richte Art mit solchen Ereignissen umzugehen ist es wohl, sich zu entspannen, die verfügbare hohe Energie bewusst zu absorbieren und zu nutzen und in positive Gefühle, Projekte und Visionen zu kanalisieren. Wer körperliche Symptome verspürte sollte sich ggf. medizinisch Beraten lassen.

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Die Maya, die Wissenschaft, der “Qualitätsjournalismus” und der Weltuntergang (2/2)

Stell Dir vor in 1000 Jahren findet ein Abenteurer, der durch die Ruinen unserer heutigen Städte rumpelt, eine halbwegs intakte Wand, auf der ein Verrückter den Mondkalender bis in Jahr 12342 fortgeschrieben hat. Viel ist nicht mehr übrig, nur noch einige verblasste Schmierereien geben Anlass zu einer Menge Spekulation. Ohne Frage hat der Abenteurer, auch wenn er sich Gegenteiliges vorgaukeln mag, jeglichen Kulturbezug zu dem von ihm Betrachteten verloren. Er schreibt nun einen an sich eigentlich recht neutralen Bericht in sein Comlog und lässt dies durch den Wissenschaftsverlage schlechthin in der Noosphäre publizieren.

Irgendjemand liest den Artikel und schließt kurzerhand daraus, dass es im Jahr 12342 auch noch einen Mond geben wird und propagiert vollmundig, dass es dann zwangsläufig auch eine Erde in einem Sonnensystem am Rande der Milchstraße vorhanden sein muss, von der aus der  Mondzyklus beobachtet werden kann. Daraufhin beginnen die Abschreiber und Propagandisten der „öffentlichen Meinung“ über jene zu lachen, die zuvor schon daran geforscht und darüber publiziert haben, dass am Ende des Jahres 9999 der gregorianische Kalender auf 0 springen müsste und darüber ob sich wohl die Ersteller und Anwender des gregorianischen Kalenders etwas dabei gedacht hatten, als sie den Beginn des Kalenders auf die mythologische Geburt eines angeblich gottgleichen Propheten gelegt haben – und ob dieser, in der Vorstellung der Anwender, dann im neuen Jahr NULL möglichweise wiedergeboren werden würde.

Wechsle ich nun wieder in meine Hier-und-Jetzt-perspektive, kann ich nur grinsen über die zynischen Besserwisser in 1000 Jahren und mich darüber amüsieren wie krampfhaft sie versuchen etwas zu interpretieren oder gar zu verballhornen, was ihnen so fern liegt, wie mir selbst heute die Kultur der süd- und mittelamerikanischen Ureinwohner.

Ich bin mir dessen bewusst, dass ich die Maya, ihre Kultur und ihre Kalender, immer nur durch meine „westliche Welt, Anfang 21. Jhdt.“-Brille betrachten kann und nehme mich daher nur so ernst, wie ich meine Interpretationen und Sichten darauf, als meine Persönlichen kennzeichnen kann. Es läge mir fern, meine Sicht als allgemeingültig oder die Wahrheit (bzw. als den gefälligst zu akzeptierenden aktuellen Stand des wissenschaftlichen Irrtums) hinzustellen oder gar über jene zu lachen, die sich in einer offenen und wertvollen Art und Weise mit dem Themenkomplex beschäftigen.

Dort wo allerdings die totalitäre Haltung einsetzt, egal ob bei den Wissenschaftsradikalen oder bei Weltungtergangsverschwörungstheoretikern, mag ich nicht mitmachen. Was soll all dieses „HAHA! Wir haben doch recht – und ihr seid DOOF!“-Gerangel? Seltsamerweise sind es selten die „echten“ Wissenschaftler, die dieses Spiel spielen. Angefeuert wird die Debatte oder dieser Meinungskrieg, wenn man es stärker ausdrücken will, dagegen natürlich von den immergleichen Großbuchstabenüberschriftsschreiber in der Medienlandschaft und den üblichen Internetforenbesserwissern, die Quellenrecherche etwa so ernst nehmen, wie das Titanic Magazin den Papst. Das langweilt auf Dauer dermaßen, da die Muster in diesem Gefechten immer die Gleichen sind, dass ich nach anfänglicher Begeisterung und Bemühung um Aufklärung schnell dazu neige mich herauszuhalten und immer mehr zu ignorieren.

Selbst wenn im Themenkomplex tatsächlich etwas Interessantes passiert, wie es ohne Frage die Entdeckung der Malereien durch Herrn Saturno ist, mag ich langsam nicht mal mehr darüber berichten oder dazu kommentieren, da im endlosen Gemecker der wiederkäuenden Internetmedienziegen das Thema sowieso nur im Hintergrund steht bzw. all zu austauschbar ist und nur der Meinungskrieg Priorität zu haben scheint. Diesen hab ich seit Beginn meiner Internetnutzung im Jahr 1997 schon so zu oft gesehen und daran teilgenommen, so dass ich nun dazu neige, mich als Internetveteran immer weiter aus dem Schlachtfeld der Shitstorms und Trollbombs zurückzuziehen und mich lieber auf die inhaltliche und bewusstseinsmäßige Beschäftigung konzentriere.

Sollen sie sich doch alle zu Tode diskutieren, protestieren und echauffieren! Ich will mich einem Thema, so auch diesem Maya-Mythologie-Kalender-Ding, viel lieber öffnen, es erleben und durchdringen, anstatt den ungewinnbaren Meinungskrieg auszufechten. Das ist eine Bereicherung, eine Erweiterung des Erfahrungsspieltraums. Das macht Spaß und bringt Freude.

So darf ich nun noch ein letztes Mal auf das Buch „The 2012 Story: The Myths, Fallacies, and Truth Behind the Most Intriguing Date in History“ von John M. Jenkins hinweisen, das mir hier persönlich sehr als Quell der Einsicht diente.

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